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Python molurus bivittatus
Dunkler Tigerpython
Verbreitung: Südchina, Indonesien, asiatische Tropen, Thailand,......
Lebensraum: Tropische Wälder, Busch, aber stets in Gewässernähe
Größe: bis zu 8 Metern (wobei eine größe von 5 Metern
realistisch ist)
Lebenserwartung: bis zu 30 Jahren
Fortpflanzung: Das Weibchen kann bis zu 100 Eier legen. Die Inkubationszeit
liegt bei einer Temperatur von 29°C - 31°C zwischen 60 und
90 Tagen. Die Eier werden vom Weibchen bebrütet, dieses
legt sich mit ihrem Körper um das Gelege und kann durch
Muskelzucken die Temperatur um bis zu 7°C erhöhen. Die
Jungtiere sind beim Schlupf 45 - 60 cm lang.
Schutzstatus: WA Anhang II, Meldepflichtig
Python molurus bivittatus
Farbform Albino

Die Anschaffung
Zunächst möchte ich einmal sagen, dass meiner Meinung nach eine Tigerpython auf Grund seiner Endgröße und Gewicht nicht als Anfängertier zu empfehlen ist. Wir haben uns lange überlegt ob wir uns überhaupt TP anlegen sollen. Aber mein Mann hatte schon immer etwas für größere Schlangen übrig (Unsere erste Schlange war ein Felsenpython). So fuhren wir im September 2005 nach sorgfältigen Recherchen über dieses Tier zur Messe nach Hamm, naja wir wollten erst mal schauen :o) , aber dabei blieb es nicht. Naja ich erfüllte ihm seinen Wunsch und wir kauften unsere erste TP Fluffy.
Die Haltung
Zunächst einmal sollte man sich im klaren sein, dass TP ein sehr großes Terrarium brauchen und man sich von Anfang an überlegen sollte ob man diesen Platz auch hat. Denn leider lese ich oft in Reptilienmärkten (gerade im Internet) dass viele ihre Tiere aus Platzmangel abgeben und ich finde, wenn man sich vorher so seine Gedanken darüber gemacht hätte müsste das Tier nicht von einem Besitzer zum anderen wechseln. Wir bauen unsere Terrarien alle selber aus Holz, da ich von Vollglasterrarien eh nicht viel halte, da es meist für die Tiere zu stressig ist von allen Seiten beobachtet zu werden. Zumal der Eigenbau meist günstiger ist vom Material her aber auch da man in Holzterrarien die Wärme viel besser halten kann und weniger Wärmequellen braucht. Wir haben in jedem Terra eine Wärmedämmung. Die Größe des Terra ist zur Zeit noch 2,40 m x 1,20 m x1,50 m (l x b x h).
Wenn jemand Fragen zum Eigenbau hat oder Hilfe braucht kann man uns gerne kontaktieren wir helfen gerne weiter!
Zur Ausstattung sollte auf jeden Fall ein sehr großes Wasserbecken vorhanden sein, da TP sehr gerne im Wasser liegen. Wir haben zur Zeit das Unterteil eines großen Katzenklos. Wir haben in dem Wasserbecken eine Kreiselpumpe die das Wasser hochsprudelt, unsere TP sind davon richtig fasziniert ;o) sie legen meist ihren Kopf darauf und genießen den Wassersprudel (zumindest sieht es so aus) der andere Vorteil ist, dass die Pumpe das Wasser auch ein wenig filtert. Das Wasser sollte aber trotzdem regelmäßig gewechselt werden.
Es sollten auch Versteckmöglichkeiten im Terra sein damit sich die Tiere auch zurückziehen können. Und gerade, wenn die Tiere noch kleiner sind sollten einige Klettermöglichkeiten vorhanden sein, bei adulten Tieren braucht man nicht allzu viele Klettermöglichkeiten, da dies mit dem altern nachlässt. Unsere sind jetzt über 2 Meter und klettern zwar noch gerne, aber sie sind auch zugleich sehr trottelig und finden es toll sich runterfallen zulassen. Deswegen ist bei Kletterästen immer Vorsicht geboten.
Nun zu den Terra Temperaturen. Die Bodentemperatur sollte so zwischen 26° - 28° C liegen. Eine Warme Stelle von ca. 33°C muss auch vorhanden sein. Aber zugleich sollte auch immer eine kühlere Stelle vorhanden sein, wenn´s den Tieren mal zu warm wird. Nachts kühlen wir auf ca. 24°C herunter. TP brauchen eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit von 80 - 100 %. Dies erreicht man durch mehrmaliges Sprühen.
Das Futter
Ich finde, dass TP Allesfresser sind was Nager, Vögel oder auch Reptilien angeht. Fütterungsprobleme bei TP hört man sehr selten. Als unsere noch klein waren haben (ca. 80 cm) haben wir große Mäuse gefüttert. Da die TP aber sehr schnell gewachsen sind reichten Mäuse bald nicht mehr aus und so ging es schnell an Ratten. Die großen Füttern wir so alle eins bis zwei Wochen mit einer bis zwei sehr großen Ratten. Wir haben aber keinen festen Tag für die Fütterung. Mittlerweile frisst unser Weibchen ausgewachsene Hasen, da machen wir aber Pausen bis zu zwei Monaten zur nächsten Fütterung, kommt auf die größe des Futtertieres an. Natürlich trägt das Futter auch sehr hohe Kosten, so dass wir uns entschieden haben dieses selber zu züchten.
Häufig bekommt man die Frage gestellt welche Fütterungsintervalle nun richtig oder angemessen sind, nur kann man dazu schwer was sagen, da jedes Tier unterschiedlich ist. Fest steht das Jungtiere öfters gefüttert werden sollten als Adulte. Doch es kommt auch auf die Verdauung des Tieres an, man sollte erst neues Futter geben wenn das alte schon verdaut (abgekotet) ist. Jungtiere sollte man so alle 7 bis 10 Tage füttern und bei Adulten Tieren kann man ruhig Pausen von bis zu drei Wochen einlegen, kommt auch auf dessen letzte Mahlzeit an.
Die Beute eines Tigerpythons kann um das vielfache größer sein als sie selbst, die Schlange renkt während des fressen ihre Kiefer aus, dies kanns sie weil die Unterkiefer nicht fest mit dem rest des Schädels verbunden ist. Nach dem fressen werden durch Bewegungen die aussehen als würde die Schlange gähnen wieder eingerenkt.
Hier mal drei Bilder wenn der Kiefer ausgerenkt ist
Die Häutung

Die ersten Anzeichen für eine bevorstehende Häutung erkennt man meist an den Augen. Sie werden milchig (Foto). Auch die Haut der Schlange wird matt und glänzt daher nicht mehr so schön wie gewohnt. Sehr viele Tiere verweigern in dieser Zeit auch das Futter und werden zickig, wobei es vorkommt das man böse angefaucht wird und vielleicht sogar einem Biss nicht immer entgehen kann, was jedoch von Tier zu Tier unterschiedlich ist. Die Häutung findet ca. 1 Woche nach dem milchig werden der Augen statt. In der Häutungszeit ist unbedingt darauf zu achten das die Luftfeuchtigkeit im Becken zwischen 80% - 100% liegt. Natürlich kommt es auch vor das sich die Schlange nicht von allein komplett Häuten kann, was z.B. durch einschmieren von Öl aufgrund eines Milbenproblems hervorgerufen wird. In solchen Fällen lassen wir unsere “Würmchen“ immer baden und durch unsere Hände gleiten. Durch das Wasser werden die Hautfetzen weich, und durch das gleiten durch die Hände werden die weichen Reste entfernt.
Die Schlangenmilbe
Jeder Schlangenbesitzer kennt wahrscheinlich die kleinen Quälgeister. Die wohl bekannteste Schlangenmilbe ist die Ophionyssus natricis.
Die ersten Anzeichen eines Milbenbefalls erkennt man daran, dass sich die Schlange meist stundenlang im Wasserbecken aufhält oder sich des öfteren an der Terrarien Einrichtung scheuert um den Juckreiz der durch die Milben entstanden ist zu lindern. Die Parasiten nisten sich unter den Schuppen ein, sie ernähren sich von dem Blut der Schlange, oft sieht man sie am Auge der Schlange ( was sehr gefährlich werden kann) aber auch unter dem Kopf in der Hautfalte ist ein bekanntes „Versteck“. Meist gelangen die Milben über Futtertiere, das Einstreu oder Pflanzen auf die Schlange. Wobei ich sagen muss, dass ich persönlich von echten Pflanzen im Terrarium abrate. Aber auch bei dem Erwerb einer neuen Schlange ist die Gefahr groß sich Milben zu holen, deswegen werden bei uns neue Schlangen immer über längere Zeit in Quarantäne gehalten.
Zur Bekämpfung von Milben gibt es mehrere Möglichkeiten, die sogenannten Strips ( Blattanex) , Ardap Spray (Insektenbekämpfungsmittel) , Frontline usw.
Ich möchte euch hier nur unsere Bekämpfungsmethode erläutern, da wir mit den anderen keine Erfahrungen haben.
Wir benutzen zur Milbenbekämpfung ausschließlich Frontline ( beim Tierarzt erhältlich).
Die Tiere werden aus dem Terrarium in eine anderes sauberes Quarantänebecken oder wenn dies nicht frei ist in eine Box umgesiedelt. Dann nehmen wir die komplette Einrichtung aus dem Terrarium. Der Bodengrund wird in einen Müllsack gepackt und bei uns sofort entsorgt. Viele stellen den Bodengrund auch nur luftdicht verschlossen über Wochen in den Keller und benutzen diesen dann später wieder. Wir machen das aber nicht, die Gefahr, dass vielleicht doch eins dieser Parasiten überlebt hat zu groß ist. Die Äste, künstliche Pflanzen, Höhlen werden in der Badewanne mit kochendheißem Wasser abgeduscht oder eingeweicht, danach kommen sie zum trocknen und werden gründlich mit Frontline besprüht. Das leere Terrarium wird ebenfalls erst gesäubert und dann besprüht. Danach muss es mehre Stunden auslüften, am besten einen Tag. Die Schlangen werden gründlichst nach Milben abgesucht und von diesen erlöst, danach reiben wir uns etwas Frontline auf die Hände und lassen die Schlangen durchschlängeln, dies machen wir mehrere Tage. Danach kann man die ins Terrarium wieder reinsetzen, am besten man hält sie mehrere Tage auf Zeitungspapier. Nach ca. 8 bis 10 Tagen sollte das Milbenproblem gelöst sein. Wir hatten mit Frontline bis jetzt nie Probleme, die Tiere haben sich auch immer danach ohne Probleme gehäutet.
Alle Bilder und Texte sind Eigentum von www.dunklertigerpython.de
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